Entwickelt wird der Schaum vorrangig für Soldaten, die Bauchverletzungen im Gefecht erleiden.
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| Bild von DARPA |
Soldaten auf dem Schlachtfeld, die isolierte Abdominaltraumen mit daraus resultierenden inneren Blutungen erleiden, haben laut DARPA geringere Überlebenschancen als Patienten in ziviler Umgebung. Die Gründe dafür seien der große zeitliche Verlust, bis die Soldaten operativ behandelt werden können (Stichwort Golden Hour of Shock) und die bisher nicht gegebene Möglichkeit, innere Blutungen präklinisch effizient stoppen zu können, da diese zum Beispiel nicht abgebunden werden können.
"Innere Blutungen sind der führende Grund für potentiell überlebbare Tode auf dem Schlachtfeld", so Brian Holloway (DARPA).
Bei dem neuartigen Verfahren sollen Sanitäter auf dem Feld zwei Flüssigkeiten in den Bauchraum des Verletzen injizieren. Diese vermischen sich und bilden einen Schaum, der sein Volumen um das bis zu 30-fache vergrößert und aushärtet. Der dadurch auf das verletzte Gefäß entstehende Druck soll eine Blutung stoppen können.
Bis der Verletzte in ein Krankenhaus gebracht worden ist, verbleibt der Schaum im Bauchraum. Laut DARPA lässt sich der Schaum anschließend durch einen Chirurgen innerhalb einer Minute entfernen.
"The foam is actually a polyurethane polymer that forms inside a patient’s body upon injection of two liquid phases, a polyol phase and an isocyanate phase, into the abdominal cavity. As the liquids mix, two reactions are triggered. First, the mixed liquid expands to approximately 30 times its original volume while conforming to the surfaces of injured tissue. Second, the liquid transforms into solid foam capable of providing resistance to intra-abdominal blood loss. The foam can expand through pooled and clotted blood and despite the significant hydrostatic force of an active hemorrhage.In Tierversuchen konnte der Blutverlust auf ein Sechstel gegenüber unbehandelten Tieren gesenkt werden. In der mit Schaum behandelten Gruppe lebten nach drei Stunden noch 72% der Tiere, während in der unbehandelten Gruppe nur noch 8% der Tiere am Leben waren.
In tests, removal of the foam took less than one minute following incision by a surgeon. The foam was removed by hand in a single block, with only minimal amounts remaining in the abdominal cavity, and with no significant adherence of tissue to the foam."
Wann und vor allem ob der Schaum in die zivile Medizin Einzug halten wird, ist unklar.
Viele medizinische Verfahren sind ursprünglich von Militärs entwickelt worden, darunter zum Beispiel QuickClot.
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