Man gibt die Hoffnung auf einen ruhigen Nachtdienst eigentlich nie ganz auf. Auch wenn die Erfahrung einen eigentlich eines Besseren gelehrt haben sollte, bleibt stets die Hoffnung auf ein paar Stunden Schlaf im Nachtdienst zu erhaschen bestehen.
Zugegeben, in den wenigsten Branchen können sich die Nachtarbeiter Hoffnung auf etwas Schlaf machen. Ein Zugführer eines Güterzuges, die Lotsen im Tower oder die Arbeiter am Fließband werden wahrscheinlich sehr neidisch wenn sie hören, dass viele Rettungsdienstler nachts auch mal ein Auge zu machen können. Das Thema Bereitschaftsdienst klammere ich dafür mal bewusst aus ;=)
Leider war gestern eine dieser Nächte, in denen die Augen durchgehend offen waren. Viele Einsätze und dazu schlechtes Wetter sorgten dafür, dass wir durchgehend unterwegs waren.
Zuhause angekommen überlegt man sich, ob es sich lohnt, sich noch mal hin zu legen, auszuschlafen und dabei Gefahr läuft, seinen Rhythmus völlig zu verlieren, oder ob man diszipliniert wach bleibt um abends früh ins Bett gehen zu können- denn morgen früh ruft bereits wieder der Frühdienst. Irgendwie ist es immer die Wahl zwischen Pest und Cholera, Not gegen Elend.
Ich habe mich heute fürs Wachbleiben entschieden und warte jetzt auf den Abend, an dem ich mich endlich wieder ins Bett bequemen kann.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen